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Sie ist immer wieder
beeindruckend, die Geburt eines
Fohlens. Innerhalb von knapp elf
Monaten ist aus zwei Zellen ein
komplettes und vollständiges
Fohlen herangewachsen, ein fast
fünfzig Kilogramm schweres
Lebewesen. Man bedenke, dass die
Wissenschaft noch immer nicht
genau weiß, wie die Entwicklung
genau ihren Weg geht. Es ist und
bleibt ein Wunder, jedes Mal
aufs Neue, das Entstehen, die
Entwicklung, das Heranwachsen
und die Geburt eines Fohlens.
Die Fohlen kommen meist zwischen
Ende März und Ende Mai zur Welt.
Mit diesem Artikel möchten wir
auf einige Punkte hinweisen, die
bei der Geburt und den ersten
Lebenstagen eines Fohlens von
Bedeutung sind. Vor allem für
die Friesenstuten gilt, dass die
Fütterungsbedingungen gegen Ende
der Trächtigkeit genau zu
beachten sind.
Bei zu dicken Stuten besteht das
Risiko schwerer Geburten und
verminderter Lebensfähigkeit des
Fohlens. Auch das "Nichtabgehen"
der Nachgeburt mit der hierdurch
größeren Gefahr einer Hufrehe
stellt bei Friesenstuten ein
deutlich größeres Problem dar,
als bei anderen Rassen.
Vor der Geburt
Für einen normalen Verlauf des
Geburtsprozesses sind eine große
Box und ein ruhiges Umfeld sehr
wichtig. Gleichzeitig ist es
wichtig, dass man bei der Geburt
anwesend ist oder den Verlauf
über eine Kamera verfolgen kann.
Das ist daher wichtig, um
rechtzeitig eingreifen zu
können, wenn die Geburt
stagniert, oder die Eihäute sich
nicht öffnen und das Fohlen
somit zu ersticken droht. Oft
wird auch ein Geburtsmelder
verwendet, meist in Kombination
mit einer Kamera. Wir bringen
den Geburtenmelder schon lange
vorher an, so dass die Stute
sich daran gewöhnen kann und so
unnötiger Stress vermieden wird.
Während der Nacht wird auch
nicht zu viel Licht im Stall
eingeschaltet, denn es ist
bekannt, dass bei viel Licht und
Trubel der Geburtszeitpunkt
unnötig heraus geschoben wird.
Ruhe
Wenn der eigentliche
Geburtsprozess begonnen hat,
muss der Ablauf stimmen. Wir
hüten uns davor, nicht zu
schnell einzuschreiten. Man
unterscheidet zwischen der so
genannten Vorbereitungsphase
(liegen/stehen/Unruhe etc.) und
dem danach folgenden
Geburtsprozess, wobei die
Austreibungsphase natürlich die
Entscheidende ist. Die
Vorbereitungsphase braucht schon
mal einige Zeit. Für die
Austreibungsphase gilt, dass
diese entweder sehr gut und
schnell verläuft oder langsam
und oft kompliziert, mit allen
hierdurch entstehenden
Unannehmlichkeiten.
Eine Stute braucht vor allem
Ruhe beim Abfohlen, viel
Publikum ist unerwünscht. Eine
dicke Lage Stroh und vor allem
ein nicht zu glatter Untergrund
müssen das Fohlen unterstützen,
wenn es die ersten Schritte
macht. Wenn das Wetter es
zulässt, ist es gut möglich, die
Geburt draußen stattfinden zu
lassen. Natürlich beaufsichtigen
wir auch außerhalb des Stalls
die Geburt eines Fohlens um
wirklich kein Risiko einzugehen.
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